Antrag Schaffung eines „Großelterndienstes“

Veröffentlicht: 18. Mai 2018

Die Fraktion der Offenen Klever (OK) beantragt, die Einrichtung einer Personalstelle zur Durchführung des sogenannten „Großelterndienstes“.
„Großelterndienst“ wird definiert als die Vermittlung und Zurverfügungstellung von Freizeit von Senioren an junge Familien, wobei die betreffenden Senioren, Familien u.a. bei der Betreuung der Kinder zu bestimmten, untereinander vereinbarten Zeiten unterstützen und Hilfestellungen geben können. Somit nehmen die Senioren bei den teilnehmenden Familien einen festen Bezugsplatz ein und Entlasten so den Familienalltag.
Neben dem Entlasten von Familien, ist die Schaffung neuer Netzwerke innerhalb der Stadt unter den Mitbürgern und ebenso eine Initiierung eines verstärkten wechselseitiges „Füreinander-Sorge-tragen“ innerhalb der Nachbarschaft, Kernanliegen des vorliegenden Antrages.

 

Begründung
Die folgenden Ausführungen stellen den „Großelterndienst“ und dessen Vorteile vor.

 

1. Definition „Großelterndienst“
„Großelterndienst“ wird definiert als die Vermittlung und Zurverfügungstellung von Freizeit von Senioren an junge Familien, wobei die betreffenden Senioren, Familien u.a. bei der Betreuung der Kinder zu bestimmten, untereinander vereinbarten Zeiten unterstützen und Hilfestellungen geben können. Somit nehmen die Senioren bei den teilnehmenden Familien einen festen Bezugsplatz ein und Entlasten so den Familienalltag. Vor dem Hintergrund steigender Vereinsamung im Alter bietet sich für Senioren das Angebot weiterhin Teil einer familiären Gemeinschaft zu sein.

 

2. Hintergrund und Ziele des „Großelterndienstes“
Großelterndienste sind in vielen verschiedenen Variationen deutschlandweit vertreten und werden oft im Kontext von Mehrgenerationenprojekten initiiert. Wenn es in Städten um die Stärkung lokaler Netzwerke geht, sind diese Generationenprojekte oft ein beliebter Baustein. Zusätzlich kann auch eine Stärkung spezieller Quartiere erfolgen.
Im Zuge des demographischen Wandels (immer mehr gesunde, aktive Senioren und immer weniger Kinder/Aufbruch von traditionellen Familienstrukturen) dient die Idee des „Großelterndienstes“ dem Dialog zwischen den Generationen.
Eltern müssen immer häufiger ihren Wohnsitz nach dem Arbeitsplatz ausrichten, sodass der Kontakt zu den natürlichen Großeltern oft in der Häufigkeit und Intensität nachlässt. Zudem kommt immer wieder das Thema „Einsamkeit“ auf, wenn es um Senioren geht, da die Familien mitunter weit verstreut leben oder es keine Angehörigen (mehr) gibt.
Mit dem Angebot des „Großelterndienstes“ wird das Ziel verfolgt, dass eine „lebendige Nachbarschaft“ entsteht. Der Dienst bietet die Möglichkeit, neue Netzwerke zu schaffen und ein wechselseitiges „Füreinander-Sorge-tragen“ innerhalb der Nachbarschaft/Gemeinde zu unterstützen. Während der Begegnung zwischen Alt und Jung kommt es zudem zu neuem Erfahrungswissen und die Kompetenzen der verschiedenen Generationen werden wechselseitig nutzbar; konkret heißt dies Wissen, verschiedene Werteorientierungen und Haltungen können erfahren und weitergegeben werden. Alt sowie Jung können dabei mögliche Vorurteile abbauen und neue Erfahrungen sammeln. Ein persönliches Engagement für die Gemeinschaft bringt Informationen, Mitgestaltungsmöglichkeiten, stellt neue Kontakte, Freundschaften her, fördert die Selbstentfaltung und bringt Lebenszufriedenheit mit sich.


3. Wie ist der „Großelterndienst“ aufgebaut?

Der „Großelterndienst“ soll kein Ersatz für die professionelle Kinderbetreuung sein und findet demnach hauptsächlich zu den Randzeiten dieser Betreuungsform statt. Der zeitliche Rahmen wird auf Basis des freiwilligen Engagements individuell zwischen den Großeltern und Familien bestimmt und richtet sich vor allem nach den Möglichkeiten des Großelternteils. Im Sinne des generationenübergreifenden Ansatzes ist es jedoch ein „Ersatz“ für nicht mehr erfassbare/gelebte Familienstrukturen/-zusammenhänge und hat den Nebeneffekt, dass eine zeitliche Entlastung seitens der Eltern durch die „Wunschgroßeltern“ entsteht, wie auch bei einer Kinderbetreuung durch die leiblichen Großeltern.
Was innerhalb der „Großelternzeit“ geschieht ist variabel und individuell. Die Idee ist, dass die Kinder Zeit mit „Großeltern“ erleben können, wie z.B. durch gemeinsames Lesen, Basteln, Singen, Spielen, Backen oder Kochen, gemeinsames Arbeiten im Garten, gemeinsame Spaziergänge, Ausflüge etc. An diesen Aktivitäten können die Eltern teilnehmen. Es sollen sogar viele gemeinsame Aktionen zwischen Eltern, Kind und Großeltern stattfinden. In keinem Fall soll sich der freiwillig engagierte Senior zu irgendetwas verpflichtet fühlen. In bereits existierenden „Großelterndiensten“ ist die Handhabung der „Aufwandsentschädigung“ sehr unterschiedlich geregelt. Manche Organisationen nehmen Vermittlungsgebühren seitens der nachfragenden Eltern, andere wiederum denken eine mögliche Auslagenerstattung oder eine geringe Aufwandsentschädigung für die Senioren an. Diese richtet sich aber auch oft nach den Möglichkeiten der Eltern oder dem Interesse des Großelternteils. Auch sogenannte „Tauschmodelle“ sind häufig anzutreffen, in dem es für die Betreuung der Kinder eine Unterstützung des „Wunschgroßelternteils“ z.B. beim wöchentlichen Einkauf, der Gartenarbeit oder Ähnlichem gibt.
Die Aufwandsentschädigungen sind ebenso variabel und unterschiedlich, wie auch die Trägerschaften der bereits existierenden „Großelterndienste“. Manche dieser Dienste werden seitens der Städte angeboten und durch den Fachbereich „Kinder und Jugend“ betreut, andere wiederum werden durch Wohlfahrtsverbände oder in Vereinsträgerschaften organisiert und koordiniert.
Für den Aufbau eines „Großelterndienstes“ gilt es verschiedene Faktoren zu berücksichtigen; einige davon sind z.B. die notwendigen Ressourcen (Infrastruktur, Personal, Kosten), Öffentlichkeitsarbeit, Netzwerkarbeit mit lokalen Vereinen/Institutionen, etc. Die Berücksichtigung dieser oben genannten Faktoren, ist Aufgabe des Mitarbeiters der oben beantragten Stelle.

 

Offenlegung von Leistungen des Kreises Kleve an die Stadt Kleve

Veröffentlicht: 06. Mai 2018

Die Offenen Klever (OK) beantragen, dass der Liegenschafts- und Steuerausschuss dem Rat der Stadt Kleve empfehlen möge, die Verwaltung zu beauftragen, eine Auflistung aller Leistungen des Kreises Kleve für die Stadt Kleve beim Kreis Kleve abzufragen. Zwar zielt der Antrag auf geldwerte Leistungen des Kreises Kleve ab, doch sollen zur besseren Vergleichbarkeit auch die monetären Zuwendungen aufgeführt werden.

Begründung
Maßnahmen, die vom Kreis Kleve durchgeführt und finanziert werden, sind teilweise z.B. im Bereich Straßenbau offensichtlich. Aber keiner kann derzeit sagen, welche Leistungen vom Kreis Kleve für unsere Stadt wirklich erbracht werden. Obwohl die Kreisumlage eine der größten Ausgabepositionen im Haushalt ist, ist unklar welche geldwerten Leistungen die Stadt Kleve für die an den Kreis Kleve abgeführten Gelder erhält. Im Sinne von Haushaltsklarheit und –wahrheit ist zu eruieren, ob Kleve als Nettozahler andere Kommunen mitfinanziert.

 

Antrag: Schuldenfreies Kleve 2030

Veröffentlicht: 19. Dezember 2017

Die Offenen Klever (OK) beantragen das strategische Ziel

„Schuldenfreies Kleve 2030“

in den jetzigen und alle zukünftigen Haushalte bis 2030 aufzunehmen (siehe Seite 34 des Haushaltsentwurfes „Ziele und Handlungsfelder“).

Überdies soll ein Zins- und Tilgungsplan für diese Zielerreichung aufgestellt werden und jedem Haushalt in tabellarischer Form beigefügt werden. Die Tabelle soll dabei folgende Angaben enthalten:

  • Datum der Kreditaufnahme
  • Datum der Kreditablöse
  • Zinssatz p.a.
  • Zinsaufwendungen absolut p.a.
  • Vorfälligkeitsgebühren bei sofortiger Rückführung
  • Grund der Kreditaufnahme

Begründung
Die Begründung erfolgt mündlich.

 

Antrag: Einrichtung eines „Rats-TV“

Veröffentlicht: 19. Dezember 2017

Hiermit beantragt die Fraktion der Offenen Klever (OK) ein sogenanntes „Rats-TV“ einzurichten. Dabei handelt es sich um eine Video-Live-Übertragung von Ratssitzungen und Haupt- und Finanzausschusssitzungen, die über das Internet in Echtzeit gestreamt werden. Im Anschluss soll die jeweilige Sitzung über die Webseite der Stadt Kleve für alle Bürger ebenfalls als Stream abrufbar sein.

Begründung
Integraler Bestandteil von demokratischer Teilhabe ist das Erhalten von Informationen über einen Sachverhalt. Am unmittelbarsten ist dies durch die Anwesenheit bei einer Sitzung möglich. Doch ist dies vielen Bürgern aufgrund der Sitzungszeiten des Rates schwerlich möglich. Das Rats-TV soll genau diese Lücke schließen und mehr Teilhabe am demokratischen Entscheidungsprozess ermöglichen.

Für die Realisierung des Projektes sollen EUR 30.000 in den Haushalt eingestellt werden.

 

Antrag zur Stärkung des Museum Kurhaus durch Maßnahmen zur Besuchersteigerung

Veröffentlicht: 19. Dezember 2017

Die Offenen Klever (OK) beantragen das Museum Kurhaus durch zielgerichtete Maßnahmen besucherfreundlicher aufzustellen und eine Besuchersteigerung zu erreichen. Zu dieser Zielerreichung soll ein externer Berater und Projektentwickler engagiert werden, der den aktuellen Besucherschwund analysiert und Gegenmaßnahmen erarbeitet, die dem Ausschuss für Kultur und Stadtgestaltung (AKS) zur Diskussion vorgestellt werden. Der AKS soll dem Rat darauf Maßnahmen zur Besuchersteigerung empfehlen.

Begründung
Im AKS vom 28.11.2017 wurde bei den Haushaltsberatungen intensiv über den signifikanten Besucherschwund beim Museum Kurhaus diskutiert. Einigkeit herrschte darüber, dass dieser Trend umgekehrt werden muss. Ein externer Berater kann mit dem Blick von Außen eine fundierte Ist-Analyse vorlegen und Maßnahmen vorschlagen, die im AKS zu beraten sind.
Für die Durchführung sind EUR 10.000 in den Haushalt einzustellen. Da im Budget für die 775-Jahrfeier der Stadt Kleve ca. EUR 10.000 noch an Rücklagen vorhanden sind, können die veranschlagten Ausgaben durch Entnahme dieser nicht verwendeten Mittel gegenfinanziert werden.

 

Antrag Erstellung Anforderungsprofil Quartiersmanager/in

Veröffentlicht: 19. Dezember 2017

Die Offenen Klever (OK) beantragen, dass bis zum Nachtragshaushalt 2018 das Anforderungsprofil eines Quartiersmanagers für das Panier-Quartier erstellt wird, um im 2. Halbjahr 2018 eine solche Stelle auszuschreiben.

Begründung
In verschiedenen Ausschüssen und einer Arbeitsgruppe wird aktuell das Thema Quartiersentwicklung bearbeitet und Konzepte entwickelt. Insbesondere das Panier-Quartier ist in diesem Zusammenhang zu nennen. Die Konzepte müssen schlussendlich von einem Projektmanager federführend umgesetzt werden. Diese Position wird auch „Quartiersmanager“ genannt. Eine sehr ähnliche, räumlich begrenzte Funktion füllt aktuell das Klever Citymanagement aus. Die positiven Erfahrungen in diesem Bereich zeigen die Notwendigkeit einer zentralen Projektsteuerung. Zur weiteren Verdeutlichung des Aufgabenbereich eines Quartiermanagements seien die Ausführungen des Quartiermanagement Prohlis aus Dresden zu nennen: „Das Quartiersmanagement hat eine koordinierende und organisierende Funktion und baut auf den vielfältigen Netzwerken und Aktivitäten der im Gebiet beheimateten Einrichtungen und Initiativen auf“ ( http://www.qm-prohlis.de/Was-ist-Quartiersmanagement.11.html).
Die Arbeitsgruppe Quartiersentwicklung soll hierzu ein Anforderungsprofil entwickeln und von der Verwaltung unterstützt werden, so dass die spezifischen Belange der Stadt Kleve berücksichtigt werden. Auf Grundlage des Anforderungsprofiles soll dann eine Ausschreibung erfolgen.

 

 

Eintritt in die Genossenschaft „KoPart eG“

Veröffentlicht: 19. Dezember 2017

Die Offenen Klever (OK) beantragen, dass die Stadt Kleve der Genossenschaft „KoPart“ beitritt.
Die Kosten belaufen sich auf EUR 750,00.

Begründung
Durch eine gemeinsame Beschaffung können die Kosten für Investitionen gesenkt werden. Hierzu hatten die Offenen Klever in der Vergangenheit beantragt ein Beschaffungsmanagement mit den Nachbarkommunen zu prüfen. Eine Einigung mit den Nachbarkommunen konnte jedoch nicht gefunden werden.

 

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Impressum

Offene Klever e.V.
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Tel.: 02821 - 84328

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