Mit der Sense die Augenbrauen stutzen...


Veröffentlicht: 04. Januar 2019

Beim Thema „Kaskade“ ist Schwarz-Grün jetzt gefordert!

Es ist bemerkenswert, dass die Stadtverwaltung entschieden hat, das Thema „Kaskade“ nicht im zuständigen Ausschuss für „Kultur und Stadtgestaltung“ zur Sprache zu bringen.

Offenbar begreift die Stadtverwaltung die „Kaskade“ weder als kultur- noch als stadtgestalterisch relevant. Und folglich wird auch nicht öffentlich darüber diskutiert und politisch entschieden, bevor bauliche Eingriffe vorgenommen werden.

Baudezernent Rauer ist mit der Aussage zitiert worden, die Stadt hätte „selbst dann nicht wesentlich anders gehandelt, wenn der Bereich denkmalgeschützt wäre.“ (RP-Kleve, 28.12.2018). Wie unwesentlich anders wäre Herr Rauer dann vorgegangen? Dieser Bereich ist doch längst als denkmalwürdig klassifiziert worden.

Ohne Beteiligung der zuständigen Fachausschüsse des Rates hat die Stadt ein Tiefbauunternehmen an dieses historische Bauwerk gelassen. Das ist so, als würde man sich mit der Sense die Augenbrauen stutzen...

Statt erneut über die Stadtverwaltung zu klagen oder wieder einmal die Bürgermeisterin anzuzählen, sollten sich insbesondere die politischen Kräfte an die eigene Nase fassen, die in dieser Stadt seit Jahren die Mehrheit stellen. Stadtgestaltung beginnt beim Thema „Gestaltungsbeirat“ und betrifft jeden neuen Bebauungsplan.

Dass der Kulturausschuss-Vorsitzende, Herr Cosar (CDU), offenbar erst aus der Lokalpresse vom tatsächlichen Zustand der Kaskade erfahren hat, ist erstaunlich, aber nicht unmöglich. Für die Grünen, die sich von ihrer sensiblen Seite zeigen („fassungslos“ bzw. „entsetzlich“), hatten am 22.11. im Umwelt- und Verkehrsausschuss Herr Bay und Frau Schnütgen der bebilderten Mitteilung des Baudezernenten zum „Sachstand Kaskade“ wortlos gelauscht.

Wer und was hat Schwarz-Grün bis gestern daran gehindert, sich des Themas „Stadtgestaltung“ ernsthaft anzunehmen?

Vielleicht sollte man sich überlegen, den „Ausschuss für Kultur und Stadtgestaltung“ in „Ausschuss für Kultur des politischen Winterschlafs“ umzubenennen oder in der Februar-Ratssitzung gleich mit aufzulösen?

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