Fachärzte fehlen in Kleve

Veröffentlicht: 15. Februar 2009

Bis vor etwas einem Jahr fehlten in der Stadt Kleve Diabetologen. Bis dahin mussten wir Betroffene nach Goch, Elten oder Rees fahren. Man war froh, als sich dann endlich in Kleve/Kellen zwei Diabetologen niederließen, die sich gegenseitig vertraten.

Zwar nur einmal die Woche mittwochs, aber immerhin brauchte man Kleve nicht zu verlassen, um zu einem Arzt zu gelangen.
Jetzt, oh Schreck, wollen die beiden Fachärzte Kleve zum Quartalsende wieder verlassen. Hat es sich für die beiden Ärzte nicht gelohnt, oder liegt es daran, dass sie in einer anderen Stadt eine zweite Praxis unterhalten?

Aus politischer Sicht und als Mitglied der "Offenen Klever" kann ich dies nicht gutheißen. Die Patienten sind mal wieder die dummen und fühlen sich als Opfer.

Else Peters
Bahnhofstraße 2

 

Haushaltsrede 2007

Veröffentlicht: 12. Februar 2009

Verehrter Herr Bürgermeister,
werte Damen und Herren der Verwaltung,
geschätzte Ratskolleginnen und –Kollegen,
liebe Zuhörerinnen und Zuhörer,
und ein besonderer Gruß gilt den Damen und Herren von der Presse,
ohne die wir so manches nicht erführen, was in Kleve geschieht !

Ein neuer Kämmerer, eine neue „ Handschrift“ im Haushaltsplan für das kommende Jahr, aber, und das sehen wir durchaus positiv, eine ähnlich sparsam- solide Grundhaltung wie bisher. Wir vermissen zwar eine gewisse Inspiriertheit, eine zukunftsträchtige Vision, doch dies muss, zugegebenermaßen, von der Politik kommen, nicht von der Verwaltung !
Nach gründlicher Prüfung des Zahlenwerks erkennen wir keine unnötigen Einschnitte und Härten, auch nicht in den Bereichen städtischer Auf- und Ausgaben, die uns besonders wichtig sind; dass die Stadt durch Bundes- und Landesvorgaben auf Kindergarten-, Schul- und Sozialebene zu Veränderungen veranlasst wird, lässt sich nicht ändern sondern nur nach Kräften auffangen.
Dies kann im Arbeitslosenbereich nicht geleistet werden, aber erkennbar sind z.B. neue Bemühungen, sowohl Zuwanderer jeglicher Nationalität als auch schwer vermittelbare Einheimische in bessere Wohnsituationen zu bringen und damit Integrationshemmnisse zu beseitigen.
Ob es eine richtige Entscheidung war, die Wirtschaftsförderung aus der Verwaltung auszulagern, wird sich zeigen- wir wünschen Herrn Röhrl jedenfalls Glück und Erfolg für seine schwere Aufgabe, die Kreisstadt Kleve wirtschaftlich gut zu positionieren angesichts der erheblichen Veränderungen in unserer grenzüberschreitenden Region !

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Ärztemangel aus der Sicht eines Klever Apothekers

Veröffentlicht: 10. Februar 2009
In meiner Tätigkeit als Apotheker wird der Ärztemangel durch Schilderungen von Patienten immer deutlicher. Patienten berichten häufig von überfüllten Wartezimmern und dadurch bedingt über sehr lange Wartezeiten.
Oft können Termine bei z.B. Kardiologen, Orthopäden nur mit einer Wartezeit von mehreren Wochen bis Monaten vergeben werden.
Die Versorgung der Patienten ist stark gefährdet. Von Seiten der in Kleve regierenden Parteien wird nichts unternommen. Es wird Zeit, dass sich dieses ändert und Lösungen erarbeitet werden.


Für die „Offenen Kleve“
Werner Adleff, Apotheker

 

Denkmalschutz Am Blauen Himmel

Veröffentlicht: 08. Februar 2009

Es gibt ein kleines Gebäude zwischen Am blauen Himmel und Schloßtorstraße, dass mit dem Rücken an das prachtvolle, barocke Tor zum Zwinger anlehnt. Das Originalgebäude wurde im Krieg zerstört und das Bestehende mit aller Vorsicht in den Burgbereich neu gebaut. Dabei wurde acht auf die Proportion (es gibt sogar noch ein Foto auf dem ein Lattengerüst das zukünftige Haus in seiner Größe zeigt um ja nichts falsch zu machen) und die Außengestaltung gelegt, an der sogar Friedrich Gorissen mitgearbeitet hat.

So entstand ein Gebäude mit vorkragendem 1. Geschoß (wie in mittelalterlichen Bebauung üblich), verputzt und weiß gestrichen wie der Marstall und mit Holzfenstern, die mit kleinen Sprossenunterteilungen versehen waren. Das ganze Gebäude stand für den Wiederaufbauwillen der Klever, die mit den Neubauten nach dem Kriege der Stadt mit den schönen Giebeln ein bisschen von der alten Pracht zurückgeben wollten. Ich erinnere hier an das Bauer-Haus am Springbrunnen, das Haus-Elbers oder auch den Giebel der ehemaligen Drogerie Naegele.

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Ärztemangel in Kleve: Aussitzen ist keine Lösung

Veröffentlicht: 08. Februar 2009
Die Offenen Klever beobachten die Problematik des Ärztemangels in der Stadt und im Kreis Kleve mit großer Sorge; denn ein intaktes medizinisches Versorgungssystem ist eine wesentliche Voraussetzung für ein gutes Wohnumfeld und wichtiger Standortfaktor für unsere heimische Industrie.

  • Beispiel Hausärzte: In Kleve und im Kreis Kleve sind über 25 Praxen für Hausärzte nicht besetzt.
  • Beispiel Kinderärzte: Durch einen Generationswechsel müssen in den nächsten 3 Jahren mindestens 3 Kinderärzte gefunden werden, die sich im Stadtgebiet Kleve niederlassen werden.

Den in Kleve regierenden Parteien sind die Sorgen und Nöte der Ärzte und Patienten bekannt. Die Presse berichtet regelmäßig darüber. Selbst die Vollversammlung der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer hat sich mehrfach mit der Problematik befasst.

Geschehen ist bisher nichts.
Die Verantwortlichen scheinen die sich anbahnende Krise aussitzen zu wollen.

Wir Offenen Klever stehen dafür ein, durch eine aktive Politik mit attraktiven Angeboten junge Ärzte für eine Niederlassung in Kleve zu motivieren. Denn wir wollen unseren Bürgern Kranenburger Zustände ersparen: dort versorgen ein Hausarzt und eine Kinderärztin zur Zeit die 9.500 Einwohner.

Für die „Offenen Klever“
Dr. Dr. M. Kroll
 

Haushaltsrede 2005

Veröffentlicht: 10. Januar 2009

Stellungnahme der OFFENEN KLEVER FRAKTION zum Haushaltsplan für das Jahr 2005

„ In God we trust “  oder ”Nichts Genaues weiß man nicht ”

Sowohl der o.g. alte amerikanische Wahlspruch als auch das neue Motto des Klever Kämmerers passen trefflich zum Haushaltsplan für das Jahr 2005. Ich möchte noch die zuversichtlich – leicht- sinnige Kölner Weisheit „.....et hät noch immer jot jejange “  hinzufügen, um kurz zu umreißen, wie eine bisher solide Haushaltsführung langsam von der verlässlichen Basis abhebt und sich im Nebulösen verflüchtigt.
Aber das ist ja alles nicht so lustig, weil aufgrund der dünnen Finanzdecke in Kleve nichts Unvorhergesehenes mehr geschehen darf -  es könnte unbezahlbar sein!
Wir sehen durchaus die Bemühungen der Ratsfraktionen, sich in Bescheidenheit zu üben, der geneigten Wählerschaft kaum Versprechungen zu machen und keine spektakulären Großprojekte zu fordern (ich erinnere an Landesgartenschau, Eissporthalle u.s.w.), da noch für etliche Planungsjahre Zahlungsverpflichtungen aus früheren Jahren zu erfüllen sind.
Auch die Umsetzung der Unterstadtplanung wird noch viel Geld verschlingen bis zur hoffentlich zufriedenstellenden Vollendung; was davon bisher zu sehen ist, ist wahrhaft nicht der Große Wurf,   aber  s.o. , „ In God we trust“.
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Haushaltsrede 2003

Veröffentlicht: 10. Januar 2009

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
werte Herren der Verwaltung,
geschätzte RatskollegInnen,
liebe ZuhörerInnen,


Der Haushaltsentwurf 2003 - Kein Thema !

Nein, wirklich nicht der Mühe wert, darüber groß zu reden. Wir Offenen Klever haben uns in den vergangenen Jahren stets eifrig in das Zahlenwerk vertieft, nach Gestaltungsmöglichkeiten gesucht, Anträge gestellt, finanzielle Deckungsvorschläge erarbeitet, argumentiert, zu überzeugen versucht...mit wenig bemerkten Erfolgen, aber immerhin.
Jetzt liegt uns ein Entwurf vor, der so uninspiriert wie uninspirierend ist, und selbst vor seinem geistigen Vater, dem Kämmerer, so lustlos und resigniert vorgetragen wird, dass man ihn trösten möchte. Andrerseits muss man sehen; dies ist der Zukunftsrahmen für das kommende Jahr !
Gewiss ist es schwierig, angesichts der Negativ-Botschaften aus Bund und Land für Kleve eine positive Perspektive zu entwickeln - aber ist das nicht gerade die Aufgabe dieses Stadtrates ?
Heißt es nicht: Not macht erfinderisch? Sind nicht gerade dann Kreativität, Phantasie, Vision und Aktivität gefordert, wenn die finanziellen Mittel nicht mehr so üppig fließen, wie man es gewohnt war ?

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