Fachärzte fehlen in Kleve

Veröffentlicht: 15. Februar 2009

Bis vor etwas einem Jahr fehlten in der Stadt Kleve Diabetologen. Bis dahin mussten wir Betroffene nach Goch, Elten oder Rees fahren. Man war froh, als sich dann endlich in Kleve/Kellen zwei Diabetologen niederließen, die sich gegenseitig vertraten.

Zwar nur einmal die Woche mittwochs, aber immerhin brauchte man Kleve nicht zu verlassen, um zu einem Arzt zu gelangen.
Jetzt, oh Schreck, wollen die beiden Fachärzte Kleve zum Quartalsende wieder verlassen. Hat es sich für die beiden Ärzte nicht gelohnt, oder liegt es daran, dass sie in einer anderen Stadt eine zweite Praxis unterhalten?

Aus politischer Sicht und als Mitglied der "Offenen Klever" kann ich dies nicht gutheißen. Die Patienten sind mal wieder die dummen und fühlen sich als Opfer.

Else Peters
Bahnhofstraße 2

 

Ärztemangel aus der Sicht eines Klever Apothekers

Veröffentlicht: 10. Februar 2009
In meiner Tätigkeit als Apotheker wird der Ärztemangel durch Schilderungen von Patienten immer deutlicher. Patienten berichten häufig von überfüllten Wartezimmern und dadurch bedingt über sehr lange Wartezeiten.
Oft können Termine bei z.B. Kardiologen, Orthopäden nur mit einer Wartezeit von mehreren Wochen bis Monaten vergeben werden.
Die Versorgung der Patienten ist stark gefährdet. Von Seiten der in Kleve regierenden Parteien wird nichts unternommen. Es wird Zeit, dass sich dieses ändert und Lösungen erarbeitet werden.


Für die „Offenen Kleve“
Werner Adleff, Apotheker

 

Denkmalschutz Am Blauen Himmel

Veröffentlicht: 08. Februar 2009

Es gibt ein kleines Gebäude zwischen Am blauen Himmel und Schloßtorstraße, dass mit dem Rücken an das prachtvolle, barocke Tor zum Zwinger anlehnt. Das Originalgebäude wurde im Krieg zerstört und das Bestehende mit aller Vorsicht in den Burgbereich neu gebaut. Dabei wurde acht auf die Proportion (es gibt sogar noch ein Foto auf dem ein Lattengerüst das zukünftige Haus in seiner Größe zeigt um ja nichts falsch zu machen) und die Außengestaltung gelegt, an der sogar Friedrich Gorissen mitgearbeitet hat.

So entstand ein Gebäude mit vorkragendem 1. Geschoß (wie in mittelalterlichen Bebauung üblich), verputzt und weiß gestrichen wie der Marstall und mit Holzfenstern, die mit kleinen Sprossenunterteilungen versehen waren. Das ganze Gebäude stand für den Wiederaufbauwillen der Klever, die mit den Neubauten nach dem Kriege der Stadt mit den schönen Giebeln ein bisschen von der alten Pracht zurückgeben wollten. Ich erinnere hier an das Bauer-Haus am Springbrunnen, das Haus-Elbers oder auch den Giebel der ehemaligen Drogerie Naegele.

Weiterlesen: Denkmalschutz Am Blauen Himmel
 

Ärztemangel in Kleve: Aussitzen ist keine Lösung

Veröffentlicht: 08. Februar 2009
Die Offenen Klever beobachten die Problematik des Ärztemangels in der Stadt und im Kreis Kleve mit großer Sorge; denn ein intaktes medizinisches Versorgungssystem ist eine wesentliche Voraussetzung für ein gutes Wohnumfeld und wichtiger Standortfaktor für unsere heimische Industrie.

  • Beispiel Hausärzte: In Kleve und im Kreis Kleve sind über 25 Praxen für Hausärzte nicht besetzt.
  • Beispiel Kinderärzte: Durch einen Generationswechsel müssen in den nächsten 3 Jahren mindestens 3 Kinderärzte gefunden werden, die sich im Stadtgebiet Kleve niederlassen werden.

Den in Kleve regierenden Parteien sind die Sorgen und Nöte der Ärzte und Patienten bekannt. Die Presse berichtet regelmäßig darüber. Selbst die Vollversammlung der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer hat sich mehrfach mit der Problematik befasst.

Geschehen ist bisher nichts.
Die Verantwortlichen scheinen die sich anbahnende Krise aussitzen zu wollen.

Wir Offenen Klever stehen dafür ein, durch eine aktive Politik mit attraktiven Angeboten junge Ärzte für eine Niederlassung in Kleve zu motivieren. Denn wir wollen unseren Bürgern Kranenburger Zustände ersparen: dort versorgen ein Hausarzt und eine Kinderärztin zur Zeit die 9.500 Einwohner.

Für die „Offenen Klever“
Dr. Dr. M. Kroll
 

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