Kran(k)enburg und die gute Fee

Veröffentlicht: 16. März 2009
Vor langer Zeit, es ist erst ein paar Wochen her, schaute Hendricks Barbara, die gute Fee Babsi vom Niederrhein, auf die Gemeinde Kran(k)enburg. Und was sie sah, betrübte ihr Herz: die redlichen Bürger von Kran(k)enburg suchten einen Arzt. Denn die Not war daselbst groß. Nur eine einzige Arztpraxis versorgte die mehr als 10.000 Einwohner dort.

Der fleißige Bürgermeister Steins hatte alle Hebel in Bewegung gesetzt. Nur leere Versprechungen waren sein Erfolg.

So schaltete sich schließlich Babsi ein. Und da sie als gute Fee auch über segensreiche Beziehungen zu anderen Wohltätern verfügte, rief sie all diese zu einer Konferenz zusammen im Seniorenzentrum von Kran(k)enburg im Februar Anno Domini 2009. Denn Babsie war eine Wahl-Fee. Und sie vertrat den örtlichen Feen-Bezirk im weit-entfernten Auenlande Berlin.

Was musste die gute Babsie sich da alles anhören:
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Wirtschaftsförderung a la Brauer?

Veröffentlicht: 13. März 2009
Seit Januar 2009 bis heute gibt es keine Buslinie mehr, die direkt in das Stadtzentrum von Kleve fährt. In Kürze soll aber die Linie 49 (bisher City - Train) als „ City - Bus“ Kleve Bahnhof – Fischmarkt / Neue Mitte – EOC in Betrieb gehen.

Im letzten Jahr konnte jeder beobachten, dass das kostenfreie Angebot „City - Train“ sehr gut angenommen wurde. Obwohl technisch nicht sehr attraktiv wurde es solange rege genutzt, bis es kostenpflichtig wurde. Mit dem neuen City-Bus eröffnet sich die Chance, mit diesem Angebot et-was für die Attraktivität der City zu tun. Gelingen kann das aber nur, wenn der City-Bus kostenfrei verkehrt.

SCHWARZ-GRÜN, sprich Herr Brauer (CDU) und Herr Garisch (GRÜ-NE), haben durch einen „Dringlichkeitsbeschluss“ am Klever Stadtrat vorbei, ein neues Tarifsystem für die einzige Bus-Linie ins Klever Stadt-zentrum durchgeboxt. Jede Fahrt mit dem City-Bus soll ab dem 01. April (kein Scherz!) EUR 1,00 kosten.

In der Ratssitzung am 02.April 2009 haben die Ratverordneten noch die Möglichkeit, eine Korrektur vorzunehmen. Ob SCHWARZ-GRÜN die Kraft dazu hat, aus der Erfahrung zu lernen und durch eine kostenfreie Fahrgelegenheit die Attraktivität der Innenstadt zu stärken?

Paul Zigan
Für die Offenen Klever
 

Kein Hotel neben Haus Koekkoek

Veröffentlicht: 16. Februar 2009
Mit Verwunderung habe ich von dem geplanten Bau eines Hotels neben Haus Koekkoek gehört.
Die Häuserzeile von van Ackeren bis Rexing, mit dem Haus Koekkoek in der Mitte, die den Krieg unbeschadet überlebt hat, muss in der jetzigen Form geschützt werden. Eine Bebauung des freien Grundstücks kann nur im Maßstab des erst in den 70iger Jahren abgebrochenen Biedermeierhauses das dort stand geschehen. Die Stadt Kleve als Eigentümerin des Grundstücks ist in der einmaligen Lage bei einem Verkaufs den Käufer zu finden, der es kleinteilig im Sinne der geschichtlichen Situation bebaut.

Auch die mögliche Bebauung entlang der Koekkoekstege ist abzulehnen. Diese Stege ist eine der Letzten, noch ursprünglich erhaltenen von Kleve, von denen es früher viele gab. Sie dienten seit dem Mittelalter zur schnellen fußläufigen Verbindung. Gerade die Koekkoekstege, ein bisschen holprig und immer mal wieder ausgebessert, hat diesen Charme des alten Kleves bewahrt. Bei einer Bebauung entlang der Stege sei die Mauer nicht zu retten, so Herr Rauer in einer Bauausschusssitzung. Kleve würde hierdurch ein noch lebendiges Zeugnis seiner Geschichte verlieren.
Die  Stadt als untere Denkmalschutzbehörde sollte vielleicht auch noch einen Schritt weiter gehen und zumindest die Fassade der ehemaligen Gaststätte zum Kurfürsten unter Schutz stellen. So käme sie ihrer Pflicht nach dieses für Kleve einmalige Ensemble zu erhalten.

Für die "Offenen Klever"
Clemens Giesen
 

Fachärzte fehlen in Kleve

Veröffentlicht: 15. Februar 2009

Bis vor etwas einem Jahr fehlten in der Stadt Kleve Diabetologen. Bis dahin mussten wir Betroffene nach Goch, Elten oder Rees fahren. Man war froh, als sich dann endlich in Kleve/Kellen zwei Diabetologen niederließen, die sich gegenseitig vertraten.

Zwar nur einmal die Woche mittwochs, aber immerhin brauchte man Kleve nicht zu verlassen, um zu einem Arzt zu gelangen.
Jetzt, oh Schreck, wollen die beiden Fachärzte Kleve zum Quartalsende wieder verlassen. Hat es sich für die beiden Ärzte nicht gelohnt, oder liegt es daran, dass sie in einer anderen Stadt eine zweite Praxis unterhalten?

Aus politischer Sicht und als Mitglied der "Offenen Klever" kann ich dies nicht gutheißen. Die Patienten sind mal wieder die dummen und fühlen sich als Opfer.

Else Peters
Bahnhofstraße 2

 

Ärztemangel aus der Sicht eines Klever Apothekers

Veröffentlicht: 10. Februar 2009
In meiner Tätigkeit als Apotheker wird der Ärztemangel durch Schilderungen von Patienten immer deutlicher. Patienten berichten häufig von überfüllten Wartezimmern und dadurch bedingt über sehr lange Wartezeiten.
Oft können Termine bei z.B. Kardiologen, Orthopäden nur mit einer Wartezeit von mehreren Wochen bis Monaten vergeben werden.
Die Versorgung der Patienten ist stark gefährdet. Von Seiten der in Kleve regierenden Parteien wird nichts unternommen. Es wird Zeit, dass sich dieses ändert und Lösungen erarbeitet werden.


Für die „Offenen Kleve“
Werner Adleff, Apotheker

 

Denkmalschutz Am Blauen Himmel

Veröffentlicht: 08. Februar 2009

Es gibt ein kleines Gebäude zwischen Am blauen Himmel und Schloßtorstraße, dass mit dem Rücken an das prachtvolle, barocke Tor zum Zwinger anlehnt. Das Originalgebäude wurde im Krieg zerstört und das Bestehende mit aller Vorsicht in den Burgbereich neu gebaut. Dabei wurde acht auf die Proportion (es gibt sogar noch ein Foto auf dem ein Lattengerüst das zukünftige Haus in seiner Größe zeigt um ja nichts falsch zu machen) und die Außengestaltung gelegt, an der sogar Friedrich Gorissen mitgearbeitet hat.

So entstand ein Gebäude mit vorkragendem 1. Geschoß (wie in mittelalterlichen Bebauung üblich), verputzt und weiß gestrichen wie der Marstall und mit Holzfenstern, die mit kleinen Sprossenunterteilungen versehen waren. Das ganze Gebäude stand für den Wiederaufbauwillen der Klever, die mit den Neubauten nach dem Kriege der Stadt mit den schönen Giebeln ein bisschen von der alten Pracht zurückgeben wollten. Ich erinnere hier an das Bauer-Haus am Springbrunnen, das Haus-Elbers oder auch den Giebel der ehemaligen Drogerie Naegele.

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Ärztemangel in Kleve: Aussitzen ist keine Lösung

Veröffentlicht: 08. Februar 2009
Die Offenen Klever beobachten die Problematik des Ärztemangels in der Stadt und im Kreis Kleve mit großer Sorge; denn ein intaktes medizinisches Versorgungssystem ist eine wesentliche Voraussetzung für ein gutes Wohnumfeld und wichtiger Standortfaktor für unsere heimische Industrie.

  • Beispiel Hausärzte: In Kleve und im Kreis Kleve sind über 25 Praxen für Hausärzte nicht besetzt.
  • Beispiel Kinderärzte: Durch einen Generationswechsel müssen in den nächsten 3 Jahren mindestens 3 Kinderärzte gefunden werden, die sich im Stadtgebiet Kleve niederlassen werden.

Den in Kleve regierenden Parteien sind die Sorgen und Nöte der Ärzte und Patienten bekannt. Die Presse berichtet regelmäßig darüber. Selbst die Vollversammlung der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer hat sich mehrfach mit der Problematik befasst.

Geschehen ist bisher nichts.
Die Verantwortlichen scheinen die sich anbahnende Krise aussitzen zu wollen.

Wir Offenen Klever stehen dafür ein, durch eine aktive Politik mit attraktiven Angeboten junge Ärzte für eine Niederlassung in Kleve zu motivieren. Denn wir wollen unseren Bürgern Kranenburger Zustände ersparen: dort versorgen ein Hausarzt und eine Kinderärztin zur Zeit die 9.500 Einwohner.

Für die „Offenen Klever“
Dr. Dr. M. Kroll
 

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